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Sklavin jO interviewt Ehesklavin Justine.
Justine ist verheiratet und lebt ihre Leidenschaft in ihrer Ehe aus. Ich durfte Ehesklavin Justine einige Fragen stellen.
Sklavin jO: Liebe Justine, Du bist verheiratet und lebst mit Deinem Mann BDSM aus. Wie fing das alles bei Dir an? Wie verlief Deine Entwicklung?
Ehesklavin Justine: Das ist kurz und schnell erzählt. Ich hatte schon immer Fantasien und Neigungen in Richtung BDSM, mich hat der Gedanke und die Vorstellung daran immer schon berührt und sehr erregt. Das hat auch nie irgendwann „angefangen“, sondern war immer schon da, und zwar seit ich sexuell denke und empfinde. Real lebe ich SM ungefähr seit meinem Alter von 18 aus, seit fast 13 Jahren an der Seite meines Herrn, Meisters und mittlerweile Ehemanns.
Ehesklavin Justine im Interview
Sklavin jO: Wie hast Du Deinen Mann Cotton kennengelernt?
Ehesklavin Justine: Der erste Schritt war ein kleiner, fast familiärer SM-Chat, in dem ich viel und oft unterwegs war. Dort sind wir uns sozusagen über den Weg gelaufen. Dann gab es in diesem Kreis mal ein User- bzw. Chattertreffen. Man kannte sich zwar vom Namen her aus dem Chat, aber dort lernten wir uns erstmalig real und in Farbe kennen. Wir verabredeten uns, trafen uns, probierten uns aus, lernten und liebten, schlussendlich verliebten wir uns. Seit dem bin ich die (meistens) brave Subbie, Sklavin und O an seiner Seite.
Sklavin jO: Wie würdest Du Eure Art des BDSM beschreiben?
Ehesklavin Justine: Wir leben unseren SM (und auch mal SM mit anderen Partnern ) gelassen, entspannt und eifersuchtsfrei, aber auch ungehemmt, sehr intensiv und konsequent aus. Dabei gibt es natürlich ständig eine gewisse Weiterentwicklung und ein Verschieben der Grenzen, aber keinen olympischen Wettbewerb des Höher, Schneller, Weiter und Extremer. Wir leben uns einfach ganz offen aus, wir machen das, was uns beiden gefällt und Spaß macht. Eben nicht heimlich oder im stillen Kämmerlein. Dabei ist uns wichtig, dass wir uns und unsere Neigung nicht verstecken. Daher wissen es eigentlich auch fast alle Menschen in unserer Umgebung, einschließlich Freunde und Familie. Das entsprechende Outing kann sehr befreiend sein.
Sklavin jO: Was reizt Dich an BDSM?
Ehesklavin Justine: BDSM ist für mich das reale Ausleben meiner Neigungen und Fantasien. Ich stehe auf natürliche männliche Dominanz und gleichzeitig auf eine gewisse Form des Ausgeliefertseins und Gehorchenmüssens, auf Erniedrigung und Demütigung. Dazu kommt, dass ich gerne die devote Rolle einnehme und ziemlich masochistisch veranlagt bin. Was gibt es da schöneres, als einen dazu perfekt passenden Partner zu finden, mit dem man seine Wünsche in Erfüllung gehen lassen kann und seine Obsessionen erfüllend ausleben kann? – BDSM ist für mich einfach intensives und erregendes Spüren, Leben und Erleben.

Ehesklavin Justine
Justine lebt ihre Leidenschaft in ihrer Ehe aus. Die beiden haben sogar eine eigene Website: cottonrope.de.
„BDSM ist für mich das reale Ausleben meiner Neigungen und Fantasien“
Sklavin jO: Könntest Du Dir vorstellen, auf BDSM zu verzichten und einfach „konventionellen“ Sex zu genießen?
Ehesklavin Justine: Nein, nicht wirklich. Ich denke nicht, dass ich jemals komplett darauf verzichten könnte oder wollte, es ist einfach ein Teil meines (Sex)-Lebens und gehört für mich mehr oder weniger rund um die Uhr dazu, zumindest ist es immer im Kopf präsent. Klar, es gibt auch mal relativ konventionellen Stino-Sex, alles andere wäre ja auch langweilig, das ist aber eher eine seltene Ausnahme und für mich nie so erfüllend und schön wie in Verbindung mit BDSM .
Sklavin jO: Ist BDSM eine Sucht?
Ehesklavin Justine: Ja, irgendwie schon. Aber für mich eine positive, befriedigende und sehr erregende Sucht, die zwar machmal weh tut, aber sehr erfüllend und befreiend ist. Ich vergleiche die BDSM-Neigung gerne mit einem Virus. Wer ihn in sich trägt oder irgendwann damit infiziert wird, wird ihn auch nie wieder los, ganz egal, ob man will, oder nicht. – Oder anders gesagt: Wer einmal angefixt ist, wird immer süchtig bleiben, da gibt es keine Entzugsmöglichkeit.
Sklavin jO: Würdest Du sagen, dass Du BDSM mit Deinem Mann 24/7 lebst? Und falls ja: Wie äußert sich das im Alltag?
Ehesklavin Justine: Ich denke ein „echtes“ 24/7 gibt es im Bereich BDSM nicht. Ebenso, wie es kein 24/7-Essen, 24/7-Schlafen oder 24/7-Arbeiten gibt und geben kann. Im weiteren Sinne allerdings sehr wohl. Bedeutet, dass ich immer und jederzeit mehr oder weniger an BDSM denke, und vor allem jederzeit meine mir auferlegten Vorgaben und Regeln zu beachten habe. Das äußert sich in sehr vielen, manchmal ganz kleinen Dingen des Alltags. Das fängt an beim Verhalten und in der Konversation mit meinem Herrn, geht über bestimmte Kleidungsvorschriften, tägliche Rituale und Strafen für Verfehlungen bis zur Anfrage bzw. Erlaubnis zum Toilettengang, wenn ich mit meinem Herrn zusammen bin. Auch habe ich z.B. immer ein Halsband zu tragen, insofern könnte man durchaus sagen, dass ich BDSM im Alltag 24/7 lebe.
Sklavin jO: Wie geht Dein Umfeld damit um, wenn es erfährt, dass Du eine Sub bist?
Ehesklavin Justine: Eigentlich recht entspannt, meistens neutral, oftmals neugierig, aber zumindest immer sehr interessiert. Ich habe bislang noch nie wirkliche Ablehnung oder gar Entsetzen erlebt. Mir scheint es fast so, dass es viele neugierig macht oder sogar fasziniert. Scheinbar befassen sich viel mehr Menschen mit dem Thema, als man meint. Ich könnte mir vorstellen, dass die Grundneigung bei vielen vorhanden ist, sich die meisten jedoch nicht trauen, es anzusprechen oder gar – wenn auch nur mal versuchsweise – auszuleben.
„Es gibt einen Sklavenvertrag.“
Sklavin jO: Habt Ihr Eure Regeln irgendwo festgehalten? Und falls ja: warum?
Ehesklavin Justine: Ja, das haben wir. Es gibt einen Sklavenvertrag. Darin sind grundsätzliche Dinge geregelt, wie Verhalten, gegenseitige Rechte und Pflichten, bestimmte Regeln, Vorschriften, Verbote, eine grundsätzliche Kleiderordnung und vieles mehr. Uns ist beiden klar, dass solch ein Vertrag rein rechtlich völliger Blödsinn ist und weder einklagbar noch vollstreckbar, es ist aber ein Symbol für uns und eine Art Gerüst für unsere BDSM-Beziehung. Evtl. ähnlich einem Treueversprechen bei einer Liebesbeziehung. Dieser Sklavenvertrag macht einfach Spaß, ist von beiden Seiten so gewollt und Teil unseres BDSM-Lebens.
Sklavin jO: Du lässt Dich von Deinem Mann gelegentlich überlassen, verleihen, vermieten oder tauschen. Das mit dem „vermieten“ interessiert mich am meisten. Wieviel Miete darf man denn für Dich entrichten? Und was kann man dann mit Dir anstellen?
Ehesklavin Justine: Ja, das ist tatsächlich alles zutreffend. Auch „Vermietungen“ kommen vor. Dabei geht es absolut nicht um das Erzielen von Einkünften, welcher Art auch immer. Wir leben nicht davon. Es ist mehr eine Spielart unseres BDSM, also eine Art Rollenspiel. Der eigentliche Hintergrund sind zwei Aspekte. Zum einen kickt, reizt und erregt diese Spielart uns beide sehr. Ich werde gerne (fremd)überlassen, das ist immer neu und aufregend, es erzeugt Unsicherheit bis Angst und erzeugt ein erregendes nervöses Kribbeln im Bauch. Wenn das jedoch „umsonst“ bzw. kostenlos wäre, würden zu viele Interessenten auf der Matte stehen, die „mal eben“ wollen, die Ernsthaftigkeit und Wertschätzung würde komplett fehlen. Was nichts kostet ist ja auch nichts wert.
Der andere Aspekt liegt in der Verbindung vom Angenehmen und Nützlichen. Die „Mietgebühr“ wird reinvestiert in Ausstattung, Spielgeräte und Spielzeuge unseres SM-Kellers oder bestimmtes Outfit für mich, davon profitieren dann natürlich auch die „Mieter“, also eine win/win-Situation. Ich bin ja nicht ehrenamtlich beim SM-Sozialdienst tätig 😉 Die Höhe der „Miete“ ist natürlich abhängig vom wer, für was, wann, wo, wie, wie lange, und von vielen anderen Faktoren. Ich erfahre das im Vorfeld nicht und will es auch gar nicht wissen – ebenso wie alle anderen Vereinbarungen und Absprachen zwischen meinem Herrn und dem „Mieter“. Ich kann mich jedoch immer darauf verlassen, dass er sehr sorgfältig und verantwortungsbewusst auswählt.
Es kommen wirklich nur diejenigen für ihn (und somit für mich) in Frage, bei denen aus Sicht meines Herrn auch alles passt. Was man mit mir dann machen kann, vereinbart allein mein Herr. Alles eine Frage der Absprache. Er weiß, was ich mag, nicht mag, welche NoGos oder Tabus es gibt usw. Ich will das vorher auch nicht erfahren. So weiß ich nie, wer oder was genau auf mich zukommt, genau das ist der Reiz und Kick für mich.
Sklavin jO: Wie fandest Du das Buch „Shades of Grey“? Hast Du den Film gesehen?
Ehesklavin Justine: Klar, ich habe sowohl das Buch gelesen, als auch den Film gesehen. Das Buch war „ok“, ein nettes Buch eben, eine Beziehungsgeschichte mit BDSM-Bezug. Nicht mehr und nicht weniger. Mit dem realen BDSM und ganz besonders mit meinem BDSM hatte das wenig zu tun, trotzdem war es nett zu lesen und unterhaltsam, aber ganz sicher nicht typisch für BDSM. Vom Film war ich eher enttäuscht – wie so oft bei Romanverfilmungen.
Sklavin jO: Was meinst Du: Ist BDSM in unserer Gesellschaft noch immer ein Tabuthema oder ändert sich das langsam?
Ehesklavin Justine: Es ist (leider) immer noch ein Tabuthema und wird es ganz sicher auch bleiben. Das ist eben normal bei intimen Dingen der Menschen und ganz besonders beim Thema Sex und Co. Sicher gibt es aktuell einen Hype gerade wegen z.B. „Shades of Grey“ und BDSM ist irgendwie in Mode gekommen. Das wird sich aber auch wieder legen. Ein Paar Plüschhandschellen in der Nachttischschublade macht aus niemandem einen „echten“ BDSMler. Aber bitte, jeder, wie er/sie mag.
„BDSM ist (leider) immer noch ein Tabuthema“ – Ehesklavin Justine
Sklavin jO: Was rätst Du Single-Frauen, die in sich den brennenden Wunsch fühlen, ihre Veranlagung als Sub auszuleben? Wie geht man am besten vor? Auf was sollte man achten?
Ehesklavin Justine: Das ist ganz einfach: Reden, reden, reden und ausprobieren! Am besten und als allererste Variante mit dem eigenen gegebenenfalls schon vorhandenen Partner. Oft ist die Überraschung groß, wenn der Partner das auch schon immer mal wollte bzw. die passenden Neigungen hat, sich aber bislang niemand getraut hat, es anzusprechen. Ist kein (passender) Partner vorhanden, einfach mal in die reale BDSM-Welt gehen.
Also nicht nur in Chats, Foren oder Communities „suchen“, sondern z.B. auf SM-Stammtische, zu SM-Treffen, auf SM-Parties oder in SM-Clubs gehen. Dort hat man die Sicherheit unter vielen Menschen zu sein und lernt Gleichgesinnte kennen. Nur online vor dem PC wird das selten funktionieren. Wer schwimmen lernen will muss eben auch bereit sein, mal nass zu werden. Wenn es dann zu einem persönlichen Date kommt, unbedingt covern lassen bis Vertrauen und Sicherheit da ist. Das ist ein Muss – aber auch ein Thema für sich.
Sklavin jO: Wie verführst Du Deinen Herrn, mit Dir zu spielen?
Ehesklavin Justine: Das ist zwar selten notwenig, wenn es aber doch mal so ist, reicht meist ein entsprechendes Outfit mit devoter Haltung und devotem Blick gen Boden. Wenn ich ihm dann noch ein ausgesuchtes Schlaginstrument darreiche … wird er nicht widerstehen können 😉
Sklavin jO: Wie findest Du das Buch „Geschichte der O“?
Ehesklavin Justine: Finde ich klasse. Zwar natürlich auch nur ein Roman, eine Geschichte, jedoch spannend, fesselnd und erregend zugleich. Ein Inhalt, der mich anspricht und bei dem es eine Menge Parallelen zu meinen eigenen Empfindungen und Vorstellungen gibt.
Sklavin jO: Vielen Dank für diese Einblicke.
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FAQ
Wie hat Justine gemerkt, dass sie BDSM-neigend ist?
Justine sagt, ihre Neigung zu BDSM war „immer schon da“, seit sie sexuell denken und empfinden konnte. Fantasien und Vorstellungen in Richtung Sadomaso haben sie früh erregt, lange bevor sie diese Neigung real ausgelebt hat.
Wie hat Justine ihren heutigen Herrn und Ehemann kennengelernt?
Sie lernte Cotton in einem kleinen, familiären SM-Chat kennen. Später traf man sich auf einem Chattertreffen im realen Leben, verabredete sich, probierte sich aus, verliebte sich – und aus dem Chatkontakt wurde eine dauerhafte SM- und Liebesbeziehung.
Wie beschreibt Justine die Art von BDSM, die sie mit ihrem Mann lebt?
Die beiden leben BDSM intensiv, konsequent, eifersuchtsfrei und ungehemmt, aber ohne Wettbewerbsdenken im Sinne von „immer extremer“. Sie wollen das tun, was ihnen gefällt, ohne sich zu verstecken – Freunde und Familie wissen über ihre Neigung Bescheid, was Justine als befreiend erlebt.
Was reizt Justine persönlich an BDSM?
Sie steht auf natürliche männliche Dominanz, Ausgeliefertsein, Gehorsam, Erniedrigung und Demütigung. BDSM ist für sie das reale Ausleben ihrer Fantasien und Obsessionen – intensives Spüren, Leben und Erleben, das sie mit einem perfekt passenden Partner teilen kann.
Könnte Justine auf BDSM verzichten und nur „konventionellen“ Sex haben?
Sie sagt klar: nein. BDSM ist für sie ein fester Bestandteil ihres Sexuallebens und fast rund um die Uhr im Kopf präsent. Konventioneller Sex kommt zwar vor, ist für sie aber selten und nie so erfüllend wie Sexualität mit BDSM-Bezug.
Ist BDSM für Justine eine Sucht?
Justine beschreibt BDSM als eine „positive, befriedigende und sehr erregende Sucht“, die manchmal weh tut, aber befreiend wirkt. Sie vergleicht die Neigung mit einem Virus: Wer einmal „infiziert“ ist, wird ihn nicht mehr los – Entzug gibt es nicht.
Lebt Justine BDSM wirklich 24/7?
Sie meint, ein „echtes“ 24/7 gebe es nicht, so wie es auch kein 24/7-Essen oder -Schlafen geben kann. Im weiteren Sinne lebt sie BDSM aber ständig, weil Regeln, Rituale, Kleiderordnungen, Strafen, Anfragen um Erlaubnis und das Tragen eines Halsbands ihren Alltag prägen.
Wie reagiert Justines Umfeld darauf, dass sie Sub ist?
Überraschend gelassen: Die meisten Menschen reagieren neutral, interessiert oder neugierig. Ablehnung oder Entsetzen hat sie bisher kaum erlebt. Justine hat den Eindruck, dass viele selbst eine Neigung in diese Richtung haben, sich aber nicht trauen, sie zu zeigen.
Welche Rolle spielt der Sklavenvertrag in ihrer Beziehung?
Der Sklavenvertrag regelt Verhalten, Rechte, Pflichten, Kleiderordnung, Verbote und andere Grundsätze. Er ist rechtlich nicht bindend, aber für beide ein wichtiges Symbol und Gerüst der Beziehung – ähnlich einem Treueversprechen, das Spaß macht und ihre Dynamik sichtbar macht.
Was bedeutet es, dass Justine „vermietet“ oder „verliehen“ wird?
Das Vermieten ist für die beiden eine bewusst inszenierte Spielart ihres BDSM, kein Geschäftsmodell. Die „Miete“ fließt in Spielzeuge, Ausstattung und Outfits zurück. Für Justine ist das aufregend, weil Ungewissheit, Nervosität und ein gewisses Ausgeliefertsein den Kick ausmachen – immer in dem Wissen, dass ihr Herr sorgfältig auswählt und ihre Grenzen respektiert.
Wie bewertet Justine „Shades of Grey“ und andere BDSM-Romane?
Sie findet das Buch „ok“ und unterhaltsam, sieht aber wenig Gemeinsamkeiten mit ihrem realen BDSM. Der Film hat sie eher enttäuscht. „Geschichte der O“ spricht sie stärker an, weil sie darin viele Parallelen zu eigenen Empfindungen erkennt – bleibt für sie aber trotzdem ein Roman, keine Anleitung.
Ist BDSM in der Gesellschaft noch ein Tabuthema?
Ja, sagt Justine, und das wird sich ihrer Ansicht nach auch nicht grundlegend ändern. Zwar gibt es durch Medien wie „Shades of Grey“ eine zeitweilige Modewelle, doch wirklicher BDSM bleibt eher im Verborgenen. Ein paar Plüschhandschellen machen noch niemanden zum ernsthaften BDSMler.
Welchen Rat gibt Justine Single-Frauen mit Sub-Neigung?
Sie rät: reden, reden, reden – zuerst mit einem vorhandenen Partner, weil die Übereinstimmung der Neigungen oft größer ist, als man denkt. Ohne passenden Partner empfiehlt sie reale Kontakte über Stammtische, Partys und Clubs statt nur Online-Chats. Bei Dates sollte man sich unbedingt covern lassen, bis Vertrauen und Sicherheit da sind.
Wie verführt Justine ihren Herrn zum Spielen?
Oft reicht ein devotes Outfit, eine entsprechende Haltung, der Blick zum Boden und ein ausgewähltes Schlaginstrument in der Hand. Diese stillen Signale reichen ihrem Herrn meist, um zu verstehen, was sie sich wünscht.
Wer hat das Interview geführt?
Schönen guten Tag, ich bin jO und darf hier auf Lady-Sas.com die Perspektive einer weiblichen Sub einbringen. Ich verfüge über viel Erfahrung in diesem Bereich. Nicht nur aus privaten Gründen, sondern auch durch meine Tätigkeit als Escort. Ich kam mit Lady Sas in Kontakt, weil ich ebenfalls Autorin im BDSM-Bereich bin. → Mehr über jO erfahren.

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