Domina und Fetishlady Cynthia steht für berührbare Dominanz, gelebten Fetischismus und eine offene, selbstbewusste Haltung zu BDSM. Im Interview spricht sie über ihren Weg in die bizarre Welt, Ehrlichkeit im Umfeld, erotische Spannung ohne Sex, Fußfetisch, Militärdrill und ihre Leidenschaft als Herrin in Berlin, München und Wien.
Lady Sas: Liebe Cynthia, wie bist Du auf den SM-Bereich aufmerksam geworden?
Domina und Fetishlady Cynthia: Den Ursprung oder einen Grund, warum ich auf bizarre Praktiken stehe, kann ich dir nicht genau sagen. Ich bin ein Bauchmensch, empfinde etwas als anregend oder eben nicht. Früher hätte ich zum Beispiel niemanden schlagen können, andere zu dominieren fand ich entsetzlich.
Das ist freilich schon eine Weile her und lag daran, dass ich nicht an das richtige Pendant geraten bin. 2006 schaute ich mir dann BDSM Filme an, das probierte ich dann privat aus und siehe da – es kickte mich. Aktiv im Studio war ich aber erst später. Heute steh ich richtig drauf und lebe mich da voll aus.



Domina und Fetishlady Cynthia im Interview
Lady Sas: Du zeigst ganz offen Dein Gesicht, hat sich daraus schon mal ein Problem für Dich ergeben?
Domina und Fetishlady Cynthia: Ja, ich zeige offen mein Gesicht im Internet. Außerdem sieht man mein Bild in Geschäften, wo man DVDs ausleihen kann. Alle Menschen in meinem Umfeld, mit denen ich zu tun habe bzw. die mir wichtig sind, wissen, dass ich als Domina arbeite. Ob das schon mal ein Problem war? Nun, für mich nicht! Wenn jemand damit nicht klar kommt, dann denke ich, dass diese Person mich eh schon meidet. Ich mag einfach Ehrlichkeit.
Lady Sas: Das mit der Ehrlichkeit finde ich toll. Was reizt Dich daran, als Herrin Sklaven zu dominieren?
Domina und Fetishlady Cynthia: Das Spiel und die Faszination, wie weit Männer gehen, wenn sie ihre Phantasie in einer Session ausleben können.
Lady Sas: Wie weit geht Deine Berührbarkeit, setzt Du Deine weibliche Erotik ein?
Domina und Fetishlady Cynthia: Bei dieser Frage muss ich lächeln. Ich möchte hier nicht als eingebildet rüber kommen, jedoch denke ich, dass man anhand meiner Bilder sehen kann, dass ich auch eine Art Erotik ausstrahle. Damit spiele ich gerne, reize die Männer und möchte deren Reaktion im Spiel sehen und fühlen, wie deren Kopfkino arbeitet. Nur Sex möchte ich dann doch für mein privates Leben vorbehalten.
Herrin Cynthia
Berührbare Dominanz und gelebter Fetischismus
in Berlin – München – Wien.

„Solange es mir möglich ist, werde ich meine Leidenschaft als Domina ausleben.“
Lady Sas: Woran liegt es wohl, dass so viele Männer auf Schuh- und Fußerotik abfahren?
Domina und Fetishlady Cynthia: Vielleicht, weil es für den Mann eine devote Haltung ist. Da ja die Herrin sich meistens die Füße von den Männern so verwöhnen lässt, wenn diese auf den Boden liegen, sitzen oder knien. Auch können Füße erotisch auf Männern wirken … vor allem mit Nylons. Ich glaube, diese Frage kann ich Dir nicht so einfach beantworten, da ich mitbekommen habe, wie viele verschiedene Gründe es gibt, warum Männer diesen Fetisch haben.

Lady Sas: Im Studio Hades bietest Du Militärdrill an. Was darf man darunter verstehen und was reizt Dich daran?
Domina und Fetishlady Cynthia: Wie bei einer Musterung. Die Untersuchung und die (auch) unangenehmen Fragen. Sowie ein Training, bei dem dem Mann lautstark erklärt wird, was er für Übungen zu machen hat. Egal, ob er schlapp macht…. dann muss er eben wieder von vorn anfangen. Es ist ja ein Spiel… die Frage stellt sich mir immer wieder, wie weit machen die Männer mit, lassen sie sich wirklich brechen… Am Ende wollen die Herren eine „geile“ Session, wenige sind bereit, sich bis ins Extreme drillen zu lassen.
Lady Sas: Kannst Du Dir vorstellen, ein braves, bürgerliches Leben zu führen? Ganz klassisch verheiratet mit zwei Kindern, Hund und Häuschen?
Domina und Fetishlady Cynthia: Wieder muss ich lächeln. Erst einmal bin ich brav! Wie eine Fee! Erfülle nur die Wünsche der Männer, die zu mir kommen ;-). Ein Hund und ein Häuschen, ja klar. Verheiratet… möchte ich in der heutigen Zeit nicht sein. Solange es mir möglich ist, werde ich meine Leidenschaft als Domina ausleben. Wenn der Partner damit einverstanden ist, super! Wenn nicht, dann habe ich keinen Partner, dafür einen Hund und ein Häuschen.
Lady Sas: Vielen Dank für das interessante Gespräch.

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FAQs
Wer ist Domina und Fetishlady Cynthia und wo ist sie aktiv?
Domina und Fetishlady Cynthia ist eine selbstbewusste, erfahrene Herrin mit starkem Fetisch-Fokus. Sie verbindet erotische Ausstrahlung mit klarer Dominanz und gelebter Leidenschaft für BDSM. Erreichbar ist sie vor allem in Berlin, München und Wien.
Wie ist Lady Cynthia in den SM- und BDSM-Bereich hineingewachsen?
Sie beschreibt sich als Bauchmensch: Entweder etwas kickt sie – oder eben nicht. Früher konnte sie sich nicht vorstellen, jemanden zu schlagen oder zu dominieren. Erst durch BDSM-Filme und eigene Erfahrungen im privaten Bereich hat sie gemerkt, wie sehr sie bizarre Praktiken tatsächlich reizen. Später ist sie dann bewusst ins Studio gegangen und lebt ihre dominante Seite heute voll aus.
Warum zeigt Domina und Fetishlady Cynthia offen ihr Gesicht?
Cynthia steht zu dem, was sie tut. Ihr Gesicht ist im Internet und sogar auf DVD-Covern und in Geschäften zu sehen. Die Menschen in ihrem Umfeld wissen, dass sie als Domina arbeitet. Wer damit nicht klarkommt, gehört für sie ohnehin nicht zu den Personen, die ihr wichtig sind. Ehrlichkeit ist ihr wichtiger als ein „Doppelleben“.
Was reizt Lady Cynthia daran, Sklaven zu dominieren?
Sie liebt das Spiel und die Faszination, wie weit Männer gehen, wenn sie ihre Fantasien in einer Session ausleben können. Für sie ist es spannend zu beobachten, wie sich ein Mann in der dominanten Begegnung entwickelt und wie viel Hingabe tatsächlich möglich ist.
Setzt Cynthia ihre weibliche Erotik in Sessions bewusst ein?
Ja. Sie weiß um ihre erotische Ausstrahlung und spielt bewusst damit. Sie reizt Männer, beobachtet ihre Reaktionen und genießt es, wenn das Kopfkino anspringt. Gleichzeitig zieht sie aber eine klare Grenze: Sexualität im engeren Sinn und „richtiger“ Sex bleiben ihrem privaten Leben vorbehalten.
Welche Rolle spielen Fuß- und Schuhfetisch in ihren Sessions?
Für Cynthia ist Fuß- und Schuhfetisch häufig Ausdruck einer devoten Haltung, weil die Herrin sich die Füße von knienden oder liegenden Männern verwöhnen lässt. Sie erlebt in ihren Sessions sehr unterschiedliche Gründe, warum Männer auf Füße, Nylons und Schuhwerk fixiert sind – für viele ist es eine Mischung aus Unterwerfung, Ästhetik und intensiver Erotik.
Was versteht Domina und Fetishlady Cynthia unter Militärdrill im Studio?
Ihr Militärdrill erinnert an eine Mischung aus Musterung und hartem Training: Untersuchungen, direkte und auch unangenehme Fragen, dazu körperliche Übungen, die der Mann ausführen muss – selbst wenn er schlapp macht. Für sie ist spannend, wie weit Männer wirklich mitgehen und ob sie bereit sind, sich „brechen“ zu lassen, oder ob sie am Ende eher eine erotische, „geile“ Session suchen.
Wie steht Lady Cynthia zu einem klassischen bürgerlichen Leben mit Haus, Hund und Familie?
Sie kann sich gut vorstellen, ein Häuschen und einen Hund zu haben – aber eine klassische Ehe mit zwei Kindern und bürgerlicher Normbiografie ist nicht ihr Traum. Solange es möglich ist, möchte sie ihre Leidenschaft als Domina ausleben. Ein Partner, der das akzeptiert, ist willkommen. Wenn nicht, lebt sie lieber ohne Partner als gegen ihre Natur.
Welche Haltung hat Cynthia generell zu ihrem Leben als Domina?
Sie erlebt ihre Arbeit als gelebte Leidenschaft, nicht als Geheimprojekt. Offenheit, Ehrlichkeit und die Bereitschaft, eigene Wünsche und Fantasien zuzulassen, sind ihr wichtig. Solange sie Freude an der Dominanz hat, will sie diesen Weg bewusst weitergehen – ohne sich für ihre Berufung zu entschuldigen.



