Pegging Anleitung

Pegging Anleitung
Pegging Anleitung

Pegging Anleitung für Anfänger und Fortgeschrittene. Alles, was du beim Strap-on-Vergnügen wissen und beachten musst.

Anal ist bei Femdoms und Malesubs äußerst beliebt. Man spricht auch von „Pegging“. Beim Pegging werden die Rollen getauscht. Nicht der Mann dringt in die Frau ein, sondern umgekehrt. Diese Umkehrung der gewohnten Verhältnisse ist für viele SMler äußerst reizvoll, weil sie so etwas völlig Neues erleben können. Die Herrin fühlt eine intensive Macht, die oft als „Orgasmus im Kopf“ beschrieben wird. Der Sklave kann sich passiv hingeben und erlebt das Pegging oft als demütigend, was aber für einen devoten Mann ein starker sexuellen Reiz ist. Insofern ist es kaum verwunderlich, dass Pegging in der Szene sehr verbreitet und überaus beliebt ist. Der Rollentausch wird so auf die Spitze getrieben.

Pegging: Welche Stellung funktioniert besonders gut?

Sehr beliebt ist die Position, bei der der Sklave mit dem Bauch über einem Bock (oder über einem stabilen Tisch) liegt. Seine Beine sind gespreizt, sein Hintern rausgestreckt. Häufig ist er mit Hand- und Fußmanschetten am Bock fixiert, damit er sich nicht wehren kann. Das ist aber nur ein Element, um das Kopfkino anzuheizen, denn selbstverständlich geschieht alles einvernehmlich und niemals gegen den Willen des Subs. 

Die Herrin steht hinter dem Sub und nähert sich ihm mit ihrem Umschnalldildo, auch Strap-on genannt. Das ist eine noch bequemere Stellung für die Herrin als etwa die Reiterstellung. Der Sub ist ihr dabei komplett ausgeliefert. Sie sieht ihn, er sie aber nicht. Nützlicher Nebeneffekt: Die Herrin hat im Stehen auch optimale Kontrolle über ihren Umschnalldildo. 

Und wie sieht es mit der guten alten Missionarsstellung aus? Die Missionarsstellung ist beim Pegging eher unüblich. Zum einen, weil es körperlich für die Herrin anstrengend ist und zum anderen, weil sie den Strap-on im Stehen präziser benutzen kann. Ich möchte betonen, dass es bei den Stellungen kein richtig und kein falsch gibt. Richtig ist, was Spaß macht. Die Stellung über dem Bock hat praktische Vorteile. Wer sich aber lieber in einer anderen Stellung vergnügen möchte – bitte sehr, enjoy! Am Ende sollte man nicht darauf hören, was andere sagen, sondern das tun, womit man sich selbst am wohlsten fühlt. Aber: Unterschätze die Anstrengung nicht, die gerade die Missionarsstellug mit sich bringt. Da ist Kondition und Fitness gefragt, wenn du es dem Sub ordentlich besorgen möchtest.

Die Stellung, die ich oben beschrieben habe, ist sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene gut geeignet. Der Sklave kann eine entspannte Haltung einnehmen und die Herrin hat optimalen Zugang zu seinem Anus. Ebenfalls empfehlenswert ist eine Liebesschaukel, in die sich der Sklave mit gespreizten Beinen legt. Wer in einem gut ausgestatteten SM-Studio oder SM-Apartment spielt, sollte auch mal darüber nachdenken, den Gynstuhl zu benutzen.

Beim Pegging wird nicht der Hintern stimuliert, sondern ein ganz anderes Körperteil: nämlich das Hirn.

– Lady Sas

Pegging Anleitung: Den Sub entspannen.

Gerade Subs, die noch keine oder wenig Erfahrung mit Umschnallschwänzen haben, müssen behutsam an diese Praktik herangeführt werden. Sklaven können sich besser entspannen, wenn sie wissen, dass sie in guten Händen sind und die Herrin weiß, was sie tut. Vertrauen in die Femdom ist das beste Mittel gegen die Angst. Eine Frau, die noch nicht so viel Erfahrung hat, kann trotzdem Vertrauen aufbauen, indem sie langsam und behutsam vorgeht. Ich empfehle, mit Einweghandschuhen erst einmal vorzufühlen und dabei auch reichlich Gleitgel zu benutzen. Der Sub merkt dann, dass er es mit einer einfühlsamen Herrin zu tun hat und entspannt sich allmählich. 

Tipp: Bevor du überhaupt etwas tust, massiere den Sub ersteinmal. Zärtlich und mit beiden Händen, bis er sich auf die Situation eingestellt hat. Fahre sanft über seinen Rücken, seine Pobacken und seine Beine. Nimm ihm die Angst, indem du ihm versicherst, dass es ihm gefallen wird und dass du sehr behutsam mit ihm umgehen wirst. Nutze die Macht der Verbalerotik, verwende Formulierungen wie „ich werde dich schön behutsam einreiten, kleine Stute“, „deine Arschmöse gehört mir“ oder etwas in dieser Richtung, das wird den Sub zusätzlich erregen und ein erregter Sub lässt sich viel besser auf dieses Spiel ein.

Tipp: Du kannst den Sub auf den Umschnalldildo vorbereiten, indem du ihm am Anfang der Session einen Analplug einführst. So wird der Anus mit der Zeit vorgedehnt und vorbereitet auf größere Herausforderungen. 

Tipp: In der Apotheke bekommt der Sub Geräte, mit denen er sich einen Einlauf machen kann. Dabei wird eine Flüssigkeit in den Darm eingeleitet, um auf diese Weise den Darm zu säubern. So ist der Sub gut vorbereitet auf seine Analerziehung. 

Tipp: Schicke deinem Sub den Link zu dieser Pegging Anleitung, damit auch der Sub Bescheid weiß.

Pegging Anleitung: Das Vorspiel ist ein Vorfühlen.

Wenn der Sklave eingestimmt ist und sich fallen lässt, dann streife dir Einweghandschuhe über und gebe reichlich Gleitgel auf den Zeige- oder Mittelfinger. Sage dem Sub, dass du nun testen wirst, wie eng er ist und ob er schon eingeritten ist. Führeäußerst behutsam, langsam und vorsichtig deinen Finger in den Anus des Subs ein. Achte darauf, ihn nicht zu verletzen. Nimm dir Zeit und rede beruhigend mit dem Sub. Er muss sich entspannen und öffnen, dann tut es auch nicht weh. Lass deine Finger langsam vor- und zurückgleiten, bis eine Fickbewegung entsteht. Beschreibe dem Sub, was du machst. „Ja, so ist es gut, Sklave. Jetzt ficke ich dein kleines, enges Arschfötzchen!“ Wenn die Bewegungen ohne Widerstand auszuführen sind, probiere einen zweiten Finger einzuführen – und dann einen dritten. Ist der Anus zu eng für drei Finger, dann belasse es bei zwei (oder einem, auch okay).

Jeder Sklave ist anders. Der eine steckt unglaublich große Dildos weg, der andere jammert schon, wenn er nur einen Finger im Anus hat. Nimm das Jammern erst, auch wenn es nerven sollte. Sei lieber zu soft als zu forsch. Vergiss nicht: Du trägst die Verantwortung für die Gesundheit des Subs und die Analregion ist sehr sensibel. Nimm daher genügend Gleitgel und lass dich nie dazu hinreißen, den Sub mit zu schnellen, ruckartigen Bewegungen zu gefährden. Das Ganze macht Spaß, ja. Aber es ist auch nicht ganz ohne Risiko. Gehe daher unbedingt langsam und behutsam vor, dann müsste eigentlich alles gut gehen. Sei aufmerksam, achte auf die Reaktionen des Subs. Frage ihn ruhig mal, ob alles in Ordnung ist. Sollte der Sub unangenehme Schmerzen haben, dann breche lieber sofort ab. Ein Lustschmerz ist okay, aber ein schreiender, jammernder Sub darf natürlich nicht ignoriert werden.

Strap-on Tipps
Je erregter der Sub ist, desto besser klappt es mit dem Umschnallpenis.

Pegging Anleitung: So geht’s.

Ist der Sub gut vorgedehnt, kannst du ihm den Umschnallschwanz behutsam einführen – natürlich versehen mit einem Kondom. Achte darauf, dass der Umfang dazu passt, was du ertastet hast. Du darfst den Umschnalldildo natürlich nicht gewaltsam in den Anus rammen. Gehe einfühlsam vor und achte auf Reaktionen des Subs. Ist sein Stöhnen lustvoll? Oder schmerzhaft? Falls dir die Reaktion wenig lustvoll erscheint, ziehe dich zurück und frage den Sub, was los ist. Womöglich hast du zu wenig Gleitgel aufgetragen? Oder der Sub ist verkrampft und hat Angst? Oder der Strap-on ist zu groß? Kläre in Ruhe, woran es liegt. Setze dich nicht unter Druck, es unbedingt jetzt tun zu müssen. Lass dich auch vom Sub keinesfalls unter Druck setzen. Nur keine Eile. Wenn es jetzt nicht klappt, dann vielleicht das nächste Mal. Nimm dem Sub die Angst. Selbst dann, wenn er behauptet keine Angst zu haben: Ein bisschen Bammel haben gerade Anfänger fast immer. 

Wenn alles glatt geht, gleitet der Strap-on in den Anus hinein. Kommentiere, was du machst. Du kannst den Sub auch vor einem Spiegel platzieren, dann bekommt er auch visuell mit, was geschieht. Steigere langsam das Tempo, packe den Sub an den Hüften und lasse deiner Leidenschaft freien Lauf. Genieße das Gefühl der Macht und nagele den Sklaven ordentlich durch. Schlagen ihm ab und zu fest auf die Pobacken und sorge mit Verbalerotik dafür, dass es auch für ihn ein tolles Erlebnis wird. 

Ich dringe in ihn ein – nicht nur körperlich, sondern auch symbolisch. Ich nehme ihn in Besitz. Das ist ein sehr starkes, intensives Gefühl, das ich gerne auskoste. Manchmal ist es wie ein Orgasmus im Kopf.

– Lady Sas

Sex spielt sich im Kopf ab. Das heißt: Der körperliche Akt des Eindringens ist nur die Basis. Richtig aufregend wird das Pegging erst durch das, was du dabei sagst. Es liegt an der Femdom, ein unvergessliches Erlebnis zu kreieren. Wenn sie dabei schweigt, wird es kaum Spaß machen. Erst, wenn sie den Sub mit Verbalerotik anheizt, fängt es an, lustvoll zu werden. Kein Sub möchte einfach so genommen werden, das ist langweilig.

Über die Form und Größe des Strap-ons beim Pegging.

Nun ein paar Worte zur Form des Strap-ons. Okay ist alles, was als angenehm empfunden wird. Nicht okay ist alles, was weh tut. Am Anfang gilt: Auch dünne und kurze Formen sind in Ordnung. Denn gerade am Anfang geht es darum, beim Sklaven die Angst abzubauen und ihm zu helfen, den Rollentausch zu genießen. Ein Mann, der gleich am Anfang mit einem Riesenteil überfordert wird, lässt sich kaum ein zweites Mal darauf ein.

Die Größe des Strap-ons wird im Übrigen oft völlig falsch bewertet. Es geht nicht um größer, dicker, tiefer. Beim Pegging wird nicht der Hintern stimuliert, sondern ein ganz anderes Körperteil: nämlich das Hirn. Das Geilste an dieser Spielart ist die Vorstellung, etwas „Verbotenes“ zu tun, etwas Aufregendes, Extremes, Tabu-behaftetes. Das macht den größten Reiz daran aus. Eine gute Herrin unterstützt diese Vorstellung und heizt dem Sklaven auch verbal ein. Das ist für ihn viel erregender als der größte Umschnalldildo. Die meisten Frauen scheitern nicht an der Technik und auch nicht an der Ausstattung, sondern an ihrer Unfähigkeit, den Sklaven auch verbal auf eine spannende Abenteuerreise schicken zu können. Doch genau darum geht es für ihn. Er möchte loslassen, etwas Neues erleben, eine neue Rolle kennenlernen und sexuell stimuliert werden. Eine Frau, die einfach nur stumm seinen Po penetriert, hat nichts verstanden. Sie verschenkt 90% des Potentials, das die Situation in sich birgt.

10 goldene Pegging-Regeln für das anale Vergnügen.

  1. Gehe langsam und behutsam vor. Vermeide hektische Bewegungen. Ziehe dich nie schnell aus dem Anus zurück, sondern immer langsam und einfühlsam.
  2. Nimm reichlich Gleitgel.
  3. Heize das Kopfkino des Subs mit Verbalerotik an.
  4. Handschuhe aus Latex sind zu bevorzugen (dünnes, sehr gut dehnbares Material).
  5. Verwende silikonbasiertes oder sehr dickes wasserlösliches Gleitmittel. (Fettbasierte Mittel zersetzen Gummi. Vaseline zersetzt Handschuhe und Kondome.)
  6. Wenn du vorsichtig die Fingerspitze in den Anus drückst, wist du ein reflexhaftes Zusammenziehen spüren. Das ist normal. Halte den Finger einfach still, bis sich der Sub wieder entspannt hat.
  7. Für den Sub gilt die goldene Regel: Entspann dich.
  8. Und die silberne Regel: Vertraue der Herrin.
  9. Und die bronzene Regel: Kommuniziere. Wenn etwas weh tut, sollst du das auch (sofort!) zum Ausdruck bringen.
  10. Erzwinge nichts. Wenn’s nicht geht, dann geht’s eben nicht. Versuche es ein anderes Mal.
pegging
Pegging: Es muss nicht immer ein Strap-on sein.

Was reizt Femdoms am Pegging?

Was ist der Reiz daran, die Rollen zu tauschen? Ich möchte die Frage gern aus meiner Sicht betrachten. Zunächst einmal: Ich fühle mich gern als Frau und habe auch gern Sex mit einem aktiven Partner. Aber es ist auch sehr reizvoll, in die aktive Rolle zu schlüpfen.

Dieser radikale Tausch der Rollen, in der die Frau zum Mann und der Mann zur Frau wird, ist aus meiner Sicht deshalb so eine kraftvolle Erfahrung, weil ich pure Macht spüre. Ich verfüge in diesem Moment über den Sklaven. Ich dringe in ihn ein – nicht nur körperlich, sondern auch symbolisch. Ich nehme ihn in Besitz. Das ist ein sehr starkes, intensives Gefühl, das ich gerne auskoste. Manchmal ist es wie ein Orgasmus im Kopf. Nur, weil ich kein Gefühl im Umschalldildo habe, heißt das also noch lange nicht, dass ich bei diesem Spiel nichts empfinde.

So, ich hoffe, diese Pegging Anleitung hat dir geholfen und du fühlst dich nun gut informiert. Na dann: Happy Pegging und viel Vergnügen!

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