Femdom Art besteht nicht nur aus Sardax. Neben den großen Namen gibt es Künstler, die weibliche Dominanz auf ganz eigene Weise sichtbar machen: dunkler, surrealer, persönlicher. Einer von ihnen ist mondevos. Seine Arbeiten verbinden BDSM, Mode, Fetisch, Fantasie und eine fast traumartige Ästhetik. Für Lady-Sas.com hat er einige seiner Werke freigegeben und über seinen Weg zur erotischen Kunst gesprochen.

Lady Sas: Bitte beschreibe uns deinen Weg zur erotischen Kunst.
mondevos: Ich habe seit meiner frühesten Jugend mich mit Zeichnungen zu dem Thema beschäftigt. Ausgangspunkt war seltsamerweise das Basteln an einer Ritterüstung aus Pappe, die dann mit Silberspray eingefärbt wurde. Damit kam das Thema Ritter/Burg etc mit geheimnisvollen Mauern und Gängen und auch den Gerätschaften in der Folterkammern in mein Blickfeld, das hatte einen gewissen Reiz für mich. Das Thema Folterkammer wird ja heute im BDSM direkt mit den Gerätschaften nachgestellt – ich bin kein Psychologe, der erklä-ren kann, wieso dieses Spiel mit dem Schmerz, der Dominanz und der Unterwerfung einen solchen Anklang findet. und kann nur für mich sprechen, es reizt wohl der Ritt auf der Rasierklinge, das Unsichere, der Blick in die Augen der Löwin – wobei uns allen natürlich bewusst ist, dass das Spiel jederzeit beendet werden kann, dass die ursprünglichen Gerätschaften und Handlungsweisen fürchterlich waren und sind.
BDSM ist ein Spiel mit den Versatzstücken, aber ein sehr ernsthaftes Spiel. Das Mystische, Unergründliche gerade auch in der Verkleidung hat mich schon immer fasziniert. Diese Themen habe ich in zahlreichen recht surrealen Geschichten aufgeschrieben (leider sind die alle vernichtet). Das hat dazu geführt, das Leder als Fetisch recht schnell interessant wurde. Damals gab es nur ganz wenige Pro- duzenten, das Thema war völlig tabu. In der Nähe von Pforzheim gab es einen der wenigen Hersteller für SM-Bekleidung und es hat mich schon während meines Studiums gereizt hierzu Modeentwürfe zu fertigen – die Firma hat dann auch einige Stücke tatsächlich übernommen und produziert. Dann war jahrelang Pause. Das Thema Erotik gab es für mich dann erst wieder vor einigen Jahren neu und ich habe teils großformatige Bilder in Öl auf Leinwand gemalt und dabei die klassische Haute Couture mit stark erotischem Einschlag thematisiert.



BDSM-Kunst zwischen Mode, Fetisch und dunkler Fantasie
Lady Sas: Was möchtest du mit deinen Bildern zum Ausdruck bringen?
mondevos: Ich denke, das die Fashion-Motive heute schnell als „frauenfeindlich“ abgetan werden, weil vermeintlich reduziert auf das Äussere. („Politisch korrekte“ Menschen hängen sich so etwas nicht in an die Wand oä., wobei, kein Wunder, solche Menschen erscheinen mir manchmal sehr dröge). Das stimmt für mich aber so nicht – im Gegenteil – im Grunde ist es eher eine Verehrung der Frau, und die Erotik gehört dazu, ich bin eben auch ein sehr optischer Mensch. Aber für mich persönlich manifestiert sich darin zusätzlich eine gewisse Überlegenheit der Frau, bedingt durch Schönheit und innerer und äusserer Anmut – aber das geht nur in Kombination mit einem wachen Geist, der dann wiederum vielfältige, auch andere Interessen hat. Es ist diese Unberührbarkeit, diese Verneigung und Demut vor der Schönheit, die eine unüberbrückbare Distanz schafft, die im BDSM durch eine scheinbare Nähe noch verstärkt wird.
Die „Dunkle Seite“ ist speziell auf das Thema SM ausgerichtet und ich mag besonders diese kleinformatigen Aquarelle, die das Thema ausschnittartig beleuchten. Ich empfinde beim Ansehen das traumhaft anmutende Gefühl unglaublicher sexueller Lust. In der Hinsicht bin ich wohl ein Hedonist. Der Penis im erregierten Zustand ist ein Thema und es gibt für mich vielfälltige Variationen, diesen zu bekleiden, zu fesseln oder zu bändigen, Dinge, die sich so in der Realtät nicht unbedingt umsetzen lassen. Es gibt auch eine Reihe von Portraits , aber vermehrt werde ich jetzt wieder kleine Szenen bearbeiten, die mit surrealen oder gespenstischt-albtraumhaften Motiven arbeiten. Diese Welt des BDSM vereinahmt mich komplett
Lady Sas: Hast du im künstlerischen Bereich Vorbilder oder gibt es Künstler, die dich besonders inspirieren?
mondevos: Zum Beispiel van Dongen, besonders die eleganten Modezeichnungen von Gruau, Klimt im allgemeinen Bereich und im Speziellen Sardax oder Molinier. Dann auch die amerikanischen Pin-Ups der 50-60ziger Jahre z.B. Willie und Stanton.



„Ich beschäftige mich ständig mit dem Thema“
Lady Sas: Wie kommst du auf deine Ideen?
mondevos: Ich beschäftige mich ständig mit dem Thema, vermehrt in der letzten Zeit, wo Vieles was so passiert, nur noch unangenehm ist. Ich schiebe das weg und ich weiß, dass das nicht so gut ist.
Meistens sind es kleine Eindrücke, die ich irgendwo aufschnappe und die dann ein Bild ergeben, ich bin ein sehr visuell geprägter Mensch. Oft ist aber auch so, dass mir während des Arbeitens Motive einfallen.
Das Umgehen mit dem Thema hat eindeutig Suchtcharakter. Habe festgestellt, dass ich mich tagelang nur noch damit beschäftige und machmal andere Dinge vernachlässige.
Lady Sas: Welches Bild von einem anderen Künstler ist dein Lieb- lingsbild?
mondevos: das fällt mir schwer zu beantworten, da gibt es vieles, aber besonders gefällt mir von Pierre Molinier
„DER SCHAMANE“. Eine schwarze Fast-Silhouette vor hellem Hintergrund, ein Zwitterwesen, das mit schräg geschnittener Agenmaske, in einem figurbetonten Dress mit Hüftschwung und Highheels einen Vorhang beiseite schiebt.
Lady Sas: Welches Bild von dir selbst ist dein Lieblingsbild?
mondevos: Eigentlich immer das zuletzt gemalte, aber einen dauerhaften 1. Platz hat jetzt das Ölbild „MADAME“,
eine Dame im schwarzen Pelz die Augen verdeckt von einem breitrandigem flachen Hut aus Pelz. In diesem Bild ist alles drin von mir.

Lady Sas: Wie sehen deine Pläne für die Zukunft aus?
mondevos: Ich würde mich sehr gerne mit mehr Menschen zu dem Thema austauschen. Es ist natürlich auch schwer Ausstellungsmöglichkeiten für diese Art Bild zu bekommen. Aber jetzt mal verrückt gedacht: Ich fände es absolut faszinierend Menschen mit einem Sinn für Kunst und Ästhetik und eben diesem BDSM-Gen z.B. bei einer Ausstellung in einer verlassenen Fabrik oder in einer Burgruine zusammenzubringen, irgendeinem „abseitigen“ Ort! Oder auch in einem BDSM-Club. Und natürlich wird das Thema mich weiterhin beschäftigen – auch privat bin ich an Menschen mit den genannten Eigenschaften sehr interessiert. Es ist sehr frustrierend, wenn man mit niemandem zu dem Thema offen sprechen kann. Allerdings bin ich auch erst seit einem Jahr in der Szene unterwegs- hauptsächlich im Joyclub.
Lady Sas: Vielen Dank für deine inspirierenden Antworten und die Möglichkeit, einiger deiner Bilder hier veröffentlichen zu dürfen.
Interesse an der Femdomart by mondevos? Kontaktmöglichkeit: mondevos@web.de
Die Bilder von mondevos öffnen eine dunkle, erotische Fantasiewelt. Wer solche Szenen nicht nur betrachten, sondern als Geschichte erleben möchte, findet in meinen Femdom-Romanen und BDSM-Erzählungen genau dieses Kopfkino wieder.
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FAQs
Wer ist mondevos?
mondevos ist ein Künstler, der sich mit Femdom Art, BDSM-Kunst, Fetisch, Mode und dunkler Fantasie beschäftigt. Seine Werke zeigen weibliche Dominanz nicht nur als erotisches Motiv, sondern als vielschichtige Bildwelt aus Ästhetik, Distanz, Verehrung und Macht.
Was ist Femdom Art?
Femdom Art ist Kunst, die weibliche Dominanz sichtbar macht. Im Mittelpunkt stehen häufig dominante Frauen, devote Männer, Machtverhältnisse, Fetischkleidung, Leder, High Heels, BDSM-Symbole oder surreale Szenen. Die Bilder können realistisch, elegant, düster, erotisch oder bewusst überhöht sein.
Was macht die Femdom Art von mondevos besonders?
Die Arbeiten von mondevos verbinden BDSM, Mode, Fetisch und eine fast traumartige Ästhetik. Seine Bilder wirken oft dunkel, surreal und persönlich. Sie zeigen weibliche Dominanz nicht nur als Szene, sondern als Atmosphäre aus Schönheit, Unberührbarkeit, Lust und innerer Spannung.
Welche Rolle spielt Mode in der Kunst von mondevos?
Mode spielt bei mondevos eine wichtige Rolle. Leder, Haute Couture, elegante Silhouetten und fetischnahe Kleidung erscheinen in seinen Werken nicht nur als Oberfläche, sondern als Ausdruck von Macht, Anmut, Distanz und weiblicher Überlegenheit.
Welche Themen prägen die BDSM-Kunst von mondevos?
mondevos beschäftigt sich mit Dominanz, Unterwerfung, Schmerz, Lust, Distanz, Verehrung und dem Reiz des Unsicheren. Seine Kunst nutzt Motive aus BDSM und Fetisch, verwandelt sie aber in eine eigene Bildsprache zwischen Erotik, Traum, Albtraum und dunkler Eleganz.
Welche Künstler inspirieren mondevos?
mondevos nennt unter anderem van Dongen, René Gruau, Gustav Klimt, Sardax, Pierre Molinier sowie amerikanische Pin-up- und Fetischkünstler wie John Willie und Eric Stanton als Einflüsse. Diese Mischung erklärt die Verbindung aus Modezeichnung, Fetischkunst, Surrealität und weiblicher Dominanz.
Warum wird Sardax im Zusammenhang mit mondevos erwähnt?
Sardax gilt als einer der bekanntesten Künstler im Bereich Femdom Art. Der Artikel über mondevos zeigt jedoch, dass Femdom Art nicht nur aus Sardax besteht. Auch weniger bekannte Künstler entwickeln eigene Bildwelten rund um weibliche Dominanz, BDSM, Fetisch und Fantasie.
Was bedeutet weibliche Dominanz in der Kunst von mondevos?
Weibliche Dominanz erscheint bei mondevos als Mischung aus Schönheit, Distanz, Anmut, Macht und Unerreichbarkeit. Die dargestellte Frau wird nicht nur erotisch betrachtet, sondern fast verehrt. Gerade diese Distanz macht die Spannung seiner Femdom Art aus.
Warum passt mondevos zu Lady-Sas.com?
Lady-Sas.com beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Femdom, BDSM, weiblicher Dominanz, Interviews, Geschichten und Inspiration. Die Kunst von mondevos passt dazu, weil sie Femdom nicht nur erklärt, sondern als dunkle, erotische und ästhetische Fantasiewelt sichtbar macht.
Wo kann man mondevos kontaktieren?
Im Artikel wird eine Kontaktmöglichkeit zu mondevos genannt. Wer sich für seine Femdom Art interessiert, kann ihn per E-Mail kontaktieren und mehr über seine Arbeiten erfahren.





Das Phallus-Symbol ist prägnant und beschreibt den seelisch-erotischen Reiz auf beiden Seiten.
Die strengen Porträts drücken Innigkeit und kühle, souveräne Distanz aus; wer als Betrachter wohl dafür bestimmt ist…