„Bin ich grausam?“, fragt Mistress Arella in einem Video des Other World Kingdom, während sie einen Sklaven mit dem Rohrstock bestraft. „Nein, Mistress“, lautet seine Antwort. Wer ihre kompromisslose Art erlebt, könnte daran durchaus Zweifel haben.
Mistress Arella ist eine tschechische Dominatrix aus Prag, die durch Produktionen für das Other World Kingdom (OWK), The English Mansion, Woman Worship und weitere bekannte Femdom-Plattformen einem internationalen Publikum bekannt wurde. Von 2007 bis 2010 lebte sie in London. Außerdem veröffentlichte sie das Buch The Diary of a Kinky Girl.
Doch Härte allein erklärt ihre Faszination für BDSM nicht. Für Arella liegt der eigentliche Reiz in der Psychologie der Unterwerfung: in der Bereitschaft eines submissiven Menschen, das eigene Ego zurückzustellen und sich ganz auf die dominante Partnerin und ihre Bedürfnisse einzulassen.
Im Interview spricht Mistress Arella über ihren Weg zur Dominanz, ihre Erfahrungen beim OWK, die Atmosphäre bei Femdom-Drehs und ihre Sicht auf weibliche Autorität, Fußverehrung und echte Unterwerfung.
Dieses Interview ist Teil unserer Domina-Interview-Serie mit Herrinnen aus der ganzen Welt. Außerdem ist das Interview Teil unseres Beitrags über das Other World Kingdom (OWK). Mehr über die Tätigkeit und den Alltag einer professionellen Herrin erfährst du in unserem Domina-Ratgeber.
Lady Sas: Liebe Arella, erzähl uns bitte deine Geschichte. Wie bist du mit BDSM in Berührung gekommen? Wie war dein Weg?
Mistress Arella: Bis Mitte 20 wusste ich eigentlich kaum etwas über BDSM. Dann lernte ich zunächst online einen Mann kennen und später auch persönlich. Durch ihn kam ich damit in Kontakt und wollte natürlich mehr darüber erfahren. Etwa ein Jahr später begann ich, meine ersten Kunden zu empfangen. Anfangs handelte es sich überwiegend um Fußfetisch-Sessions. Mit zunehmender Erfahrung entschied ich mich jedoch nach und nach, auch die meisten anderen klassischen Dominationspraktiken anzubieten.

Lady Sas: Was macht BDSM für dich so faszinierend?
Mistress Arella: Offen gesagt finde ich reine Masochisten oder dominante Menschen mit einem Fetisch meist nicht besonders interessant – und ich weiß, dass es vielen anderen Dominas ähnlich geht. Für mich ist vor allem der psychologische Aspekt spannend: die Bereitschaft, sich zu unterwerfen, das eigene Ego zurückzustellen und sich vollständig auf die dominante Partnerin und ihre Bedürfnisse zu konzentrieren. Außerhalb einer Session sind dazu nur wenige Menschen in der Lage.
Mistress Arella, Lady des OWK
Lady Sas: Du warst eine Lady des OWK, des Other World Kingdom. Erzähl uns bitte von dieser Erfahrung. Wie oft warst du im OWK? Was machte es so besonders?
Mistress Arella: Ich fürchte, ich gehörte nicht zu den regulären Dominas dort. Ich habe das Anwesen nur für ein Wochenende besucht, kurz bevor es geschlossen wurde.
Lady Sas: Du hast einige OWK-Videos gedreht. Auf mich wirken die OWK-Filme ziemlich hart. Gab es so etwas wie einen Regisseur, der die Mistresses dazu anhielt, besonders gnadenlos zu sein?
Mistress Arella: Man ermutigte die Dominas durchaus dazu, hart zu sein. Letztlich lag es aber immer bei der jeweiligen Lady selbst, was sie tun wollte. Genau das ist schließlich die Grundidee des OWK.
Lady Sas: Du hast viele Videos gedreht, auch für andere Websites. Wie fühlt es sich an, während einer Session gefilmt zu werden? Sind am Set viele Menschen dabei?
Mistress Arella: Normalerweise sind ein oder zwei Personen hinter der Kamera und eventuell noch eine weitere Person, die für das Set verantwortlich ist. Letzteres trifft allerdings nur auf einige der größeren Produktionen zu. Für mich fühlte es sich immer etwas weniger entspannt an als eine normale Session. Wenn nämlich in einer gefilmten Szene etwas nicht richtig funktioniert, bekommt man meistens keine Gelegenheit, diesen Teil noch einmal zu drehen.

Mistress Arella, Dominatrix aus Prag und ehemalige Lady des Other World Kingdom (OWK).


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Credits: Fotos von Lady Sas & Lady Victoria: Thomas F., überarbeitet mit KI: Franziska
Interview mit Mistress Arella aus Prag
Lady Sas: Hat dich deine Erfahrung mit dem OWK in irgendeiner Weise geprägt?
Mistress Arella: Das würde ich nicht sagen.
Lady Sas: Warum war das OWK deiner Meinung nach nicht erfolgreich?
Mistress Arella: Diese Frage solltest du wirklich dem Management des OWK stellen.
Lady Sas: Wie ich aus deinem Buch The Diary of a Kinky Girl erfahren habe, ist Ruda der einzige Mann, den du jemals verehrt hast. Wie erklärst du dir das?
Mistress Arella: Wenn man ein 14- oder 15-jähriges Mädchen ist, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man zu einem älteren, sehr attraktiven Jungen aufschaut. Für mich war das lediglich eine vorübergehende Phase, die mit meinem sehr jungen Alter und entsprechend wenig Lebenserfahrung zu tun hatte. Das entspricht nicht dem, was ich bin. In meinem normalen Alltag genieße ich es sehr, gegenüber meinen männlichen Partnern die dominante Position einzunehmen.
Lady Sas: Fast alle Sklaven lieben weibliche Füße und High Heels. Warum ist das so?
Mistress Arella: High Heels sind ein starkes Symbol weiblicher Dominanz, und bei der Fußverehrung geht es um Anbetung, völlige Unterwerfung und Erniedrigung. Das sind schließlich zentrale Säulen des BDSM.
Lady Sas: Wie fühlt es sich an, wie eine Prinzessin verehrt zu werden? Ist es schwierig, im normalen Alltag auf dem Boden zu bleiben?
Mistress Arella: Ich glaube nicht, dass mich das in irgendeiner tiefgreifenden Weise verändert hat. Vieles davon ist letztlich einfach die sexuelle Fantasie von Männern und hat mit mir als Person gar nichts zu tun. In diesem Beruf muss man eine gewisse Distanz bewahren und darf die Dinge nicht zu ernst nehmen.

Mistress Arella privat: Reisen, Fotografie und Film
Lady Sas: Erzähl uns bitte ein wenig über deine Hobbys. Was machst du gerne?
Mistress Arella: Ich mag gutes Essen, Fotografie, Spa-Besuche und hochwertige Filme, die einen wirklich zum Nachdenken bringen. Allen, die ihn noch nicht gesehen haben, würde ich The Duke of Burgundy empfehlen – für mich ist dieser Film ein Kunstwerk. Außerdem bin ich sehr gerne mit einem meiner Sklaven gereist, aber das gehört inzwischen leider der Vergangenheit an.
Lady Sas: Erzähl uns bitte von einer Session, die du niemals vergessen wirst.
Mistress Arella: Es ist unmöglich, eine einzige Session herauszugreifen. Aber ich habe sehr gute Erinnerungen an einige Szenen, die vor einigen Jahren in der Avalon Residenz in Berlin stattfanden. Die Umgebung, die Dynamik, der Sklave, die Inspiration, die gemeinsame Zeit außerhalb des Dungeons … alles war perfekt!
Lady Sas: Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, Arella.
Update: Die Website von Mistress Arella ist nicht mehr erreichbar.

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FAQs
Wer ist Mistress Arella?
Mistress Arella ist eine tschechische Dominatrix aus Prag. Bekannt wurde sie unter anderem durch Produktionen für das Other World Kingdom (OWK), The English Mansion, Woman Worship und weitere Femdom-Plattformen. Außerdem veröffentlichte sie das Buch The Diary of a Kinky Girl.
Welche Verbindung hatte Mistress Arella zum Other World Kingdom?
Mistress Arella war keine reguläre Domina des OWK. Sie besuchte das Anwesen für ein Wochenende kurz vor dessen Schließung und wirkte dort an Videoaufnahmen mit.
Wie kam Mistress Arella zu BDSM?
Sie entdeckte BDSM Mitte 20 durch einen Mann, den sie zunächst online und später persönlich kennenlernte. Rund ein Jahr später begann sie mit professionellen Sessions, anfangs vor allem im Bereich Fußfetisch.
Was fasziniert Mistress Arella besonders an BDSM?
Für Arella liegt der Reiz vor allem im psychologischen Aspekt der Unterwerfung. Besonders interessant findet sie die Bereitschaft eines submissiven Menschen, das eigene Ego zurückzustellen und sich vollständig auf die dominante Partnerin und ihre Bedürfnisse zu konzentrieren.
Wie hart waren die OWK-Drehs mit Mistress Arella?
Nach Arellas Aussage wurden die Dominas beim OWK durchaus dazu ermutigt, hart zu agieren. Letztlich entschied jedoch jede Lady selbst, welche Praktiken sie während der Dreharbeiten einsetzen wollte.
Welche BDSM-Praktiken bevorzugt Mistress Arella?
Zu den Praktiken, die mit ihr in Verbindung gebracht werden, gehören Servitude Training, Girlfriend Domination, Fußverehrung, Small Cock Humiliation und finanzielle Dominanz.
Was sagt Mistress Arella über High Heels und Fußverehrung?
Für sie sind High Heels ein starkes Symbol weiblicher Dominanz. Fußverehrung verbindet sie mit Anbetung, vollständiger Unterwerfung und Erniedrigung.
Was macht Mistress Arella außerhalb von BDSM gerne?
Zu ihren Interessen zählen gutes Essen, Fotografie, Spa-Besuche, anspruchsvolle Filme und Reisen. Besonders empfiehlt sie den Film The Duke of Burgundy, den sie als Kunstwerk bezeichnet.








