Syonera von Styx über klassische Dominanz, Keuschhaltung und psychologische Grenzen

Domina in Leipzig und Dresden: Syonera von Styx
Domina in Leipzig und Dresden: Syonera von Styx

Seit mehr als 20 Jahren steht Syonera von Styx für klassische Dominanz, psychologische Grenzerfahrungen und kompromisslose BDSM-Erziehung. Die Herrin aus Dresden und Leipzig spricht im Interview über Macht, Hingabe, Keuschhaltung, SM-Shows, echte Dominanz und darüber, warum BDSM weit mehr ist als nur Schmerz oder Erotik. Wer Syonera begegnet, trifft auf eine der markantesten Persönlichkeiten der deutschen BDSM-Szene.

Domina in Leipzig und Dresden: Syonera von Styx im Interview auf Lady-Sas.com.
Domina Syonera von Styx

Domina Syonera von Styx im Interview

Lady Sas: Liebe Syonera von Styx, Du hast einen außergewöhnlichen Namen gewählt. Bezieht sich der Name auf „die Styx“, den Fluss in der Unterwelt der griechischen Mythologie? Was möchtest Du mit diesem Namen zum Ausdruck bringen?

Syonera von Styx: Ja, stimmt. Ich nahm Styx, weil es im Hades der Fluss ist, der vom Diesseits zum Jenseits führt. So findet ja auch eine Art Wandel statt. Wie eben in einer guten Session. Man kann sich fallen lassen und erkennt sich meist neu, kann entspannen – vor allem mental. Außerdem ist er im Gegensatz zu „Syonera“ kurz, passend und einprägsam. Syonera ist ein von mir erfundener Phantasiename und so auch nur von mir genutzt und auch geschützt worden.

Lady Sas: Warum bezeichnest Du Dich als „Göttin“?

Syonera von Styx: So bezeichneten mich ganz zu Beginn vor ca. 20 Jahren meine Sklaven. Dann blieb die Bezeichnung. Nun nennen sich viele Damen so – welche, die es auch nicht verdienen.

Lady Sas: In welchem Alter hast du bemerkt, dass du dominante Neigungen hast – und wie sind sie zum Vorschein gekommen?

Syonera von Styx: Gerade mit 18, nach meinen Abitur, absolvierte ich eine Physiotherapieausbildung. Um selbstständig zu sein, wollte ich etwas dazuverdienen. So stellte ich mich bei einer erst vermeintlichen „seriösen“ Begleitagentur vor. Schnell wurde klar, dass diese garnicht so seriös war. Deswegen wollte ich schnell gehen und meine Zeit nicht verschwenden.

Der Chef wirkte arrogant, aber nach kurzer Zeit als ich in seinen Büro war sehr unsicher, unkonzentriert – klar, da er eigentlich devot war, was sich bei ihm als Fußfetisch äußerte. So hielt er mich verbal zurück und fragte, ob ich Interesse hätte, in seinen SM-Studio zu praktizieren. Ich war erst etwas irritiert, wollte es aber sehen und so tauchte ich kurze Zeit später in die Bizarre Welt ein. Durch meinen wachen Verstand und meine Naturveranlagtheit lernte ich schnell alles an meinen Gästen. Im Nachhinein die beste „Lehre“ die ich bekommen konnte. Zwar langwieriger als eine Anlernung durch praktizierende Damen, Filme und Bücher, aber so entwickelte ich meinen speziellen Stil.

Ich legte scheibchenweise meine Neigung, mein verborgenes Ich frei. Er – der Fußfetischist – war mir längst nicht mehr genug, aber ich ließ ihn für mich arbeiten, indem er sämtliche eingenommenen Gelder der Damen zwischen meine Zehen stecken durfte. So formte ich meinen ersten Money-Slave. Gleich nach meiner Ausbildung kaufte ich mir meine Studioeinrichtung und so konnte ich noch mehr meine Neigungen ausleben und der psychologischen Herausforderung nachgehen. Ein Psychologiestudium war für mich immer in meiner Zukunft vorgesehen. Jedoch war es nun durch das gewonnene große Wissen im Studio nicht mehr nötig.

Syonera von Styx in dominanter Pose.

Domina Syonera von Styx, Dresden und Leipzig


Domina Deutschland Guide
Website von Syonera von Styx

Über ihre SM-Shows

Lady Sas: Du hast zwei außergewöhnliche SM-Shows. Wie kam sie zustande?

Syonera von Styx: Die erste existiert schon seit etwa 15 Jahren. Ein Bekannter hat einen Club und trat mit der Bitte damals an mich heran, eine Show zu entwerfen. Dies geschah von meiner Seite und entwickelte sich immer weiter. Die Shows sind je 25 Minuten lang, mit unterschiedlichster Musik und steigern sich von soft und etwas erotisch – als ich die Zofe behandle – bis zur Härte, der Zucht des Sklaven (meist Nr. 7). Obwohl ich alles leite sind wir ein eingespieltes Team und das genieße ich dann bei der Bühnen-Show.

Die zweite Show entstand durch eine Anfrage eines Motorrad Großevents vor ca. 5 Jahren. Sie benötigt viel mehr Equipment. So trete ich zu Beginn als Schlächterin mit Flex für den Funkenflug am elektrischen Stuhl auf, es kommt ein WC Becken, Feuerschwert, Rollstuhl, Bock für die Analspiele v.a. mit Sektflasche etc. zum Einsatz. Desweiteren gleiten Feuernadeln durch die Haut und es kommt eine NS Vergabe zum Einsatz. Es wird auf jeden Fall nicht langweilig. Einen Zusammenschnitt von beiden Shows kann man auf meiner page www.die-sm-show.de sehen.

Lady Sas: Auf Deiner Website steht: „Hier gibt es noch klassische Dominanz.“ Gibt es denn immer weniger klassische Dominas in Deutschland?

Syonera von Styx: Leider ja. Zu Beginn, als ich mit 18 angefangen habe, war das normal. Da musste man das als Domina nicht erwähnen bei Neugästen, dass man kein Französisch, Oben-ohne etc. anbietet. Jetzt leider schon. Viele Damen aus dem normalen Gewerbe und „Hausfrauen“ bieteten Fetish/SM an, ohne Neigung und Wissen. So vermischte sich alles mehr und mehr. So waren auch viele schwarze Schafe die Folge, die alles für Geld machen – egal, ob der Gast geistige oder körperliche Schäden daraus zieht. Traurig. Viele Urgesteine von damals sind bestimmt auch deswegen verschwunden.

Herrin des SM-Studios SM Bahnhof: Syonera von Styx als Domina.

Syonera von Styx über Grenzerfahrungen

Lady Sas: Die Zeitung „DIE WELT“ hat am 18. 6. 2013 einen Artikel über Dich veröffentlicht. Dort sagst Du, es ginge vor allem darum „die Gäste psychisch an ihre Grenzen zu führen. Das macht 99 Prozent des Spiels aus. Der Rest ist der Schmerz, der bei den Masochisten Lust erzeugt.“ Will wirklich jeder Gast an seine Grenzen geführt werden?

Syonera von Styx: Bei mir schon. Ob es nun 80% oder 99% sind, aber sonst kann man doch ins Bordell gehen. Nur gute Dominas, die die Gäste/Sklaven verstehen, sich auf sie einlassen und die wahre Neigung der Dominanz/Sadismus besitzen, schaffen das. Und das ist doch schön,  neue Wege zu beschreiten oder Grenzen zu überschreiten. 

Lady Sas: Und woran merkst Du, dass der Sklave an seiner Grenze ist?

Syonera von Styx: Das kann man niemanden lernen/beschreiben. Das spürt man mit den Jahren, wenn man veranlagt ist. Nichts ist doch für einen Gast unbefriedigender, als wenn er erfahrener ist als seine „Meisterin“ – er ihr sagen muss, wohin und wie. So kann er sich auch nicht fallen lassen. Klar – allerdings darf man auch nicht maßlos sein. Geht man zu weit. Game over. Das ist doch aber gerade das Schöne, es geschafft zu haben, den goldenen Mittelweg zu erreichen. Daraus entsteht Vertrauen, Lust auf höhere Wege. So findet eine Entwicklung statt. Manchmal plaudere ich mit meinen langjährigen Gästen und ziehe „Bilanz“. Und er wundert sich meist, wie er z. B. erst NS ablehnte und nach 18 Jahren KV gern von mir aufnimmt. Das ist Entwicklung und Hingabe…

Lady Sas: Was kickt Dich am Spiel mit den psychischen Grenzen?

Syonera von Styx: Das Vertrauen, das mir entgegen gebraucht wird und die Macht, die ich dann über diesen Menschen habe – und ich weiß, ich könnte, werde sie aber nie ausnutzen. Und schlussendlich das psychologische Wissen, was man über die Jahre daraus zieht. Und den Respekt zwischen dem Aktiven und dem Passiven. Neben der Neigung und Anonymität sind diese 6 Pfeiler die wichtigsten im SM.

Syonera von Styx über Keuschhaltung

Lady Sas: Du bietest Keuschhaltung an und empfiehlst den CB 6000. Das kann ich gut verstehen, mein Sklave trägt auch den CB 6000. Warum ist dieses Modell für Dich die beste Wahl?

Syonera von Styx: Ich habe damit nur positive Erfahrungen gesammelt. Er ist zwar nicht unkaputtbar, aber hygienisch, save, durchsichtig, abgerundet und vor allem individuell einstellbar.

Lady Sas: Was war wohl der längste Keuschheits-Zeitraum, den ein Sklave bei Dir ertragen musste?

Syonera von Styx: Mein Leibeigener Nr. 3. Er ist sehr extrem, was man in meinen Filmen wie die „Hölle“ sehen kann. Er ist seit ca. 480 Tagen weggesperrt. Ich finde 666 eine tolle Zahl. Er wird es schaffen.

666 Tage? Schaffe erst einmal 7!

Starte dein Keuschhaltungstraining mit Lady Sas.

Im strengen KG-Training fordert dich Lady Sas mit erregenden, interaktiven Aufgaben heraus und hat dich als Schlüsselherrin unter Kontrolle. Bist du stark genug?

Bewertet mit ⭐️⭐️⭐️⭐️ 4 von 5 Sternen auf Amazon (108 weltweite Bewertungen).

Lady Sas: Was gehört für Dich zu den schönen Seiten Deines Berufs und was zu den eher unschönen Seiten?

Syonera von Styx: Beruf? Eher Berufung. Schön ist über Jahre Personen/Sklaven zu begleiten, Vertrauens- und Respektperson zu sein, SM-Werdegänge mitzuerleben, die unterschiedlichsten Menschen kennenzulernen, sich “austoben“ zu können in den verschiedensten Bereichen. Sich den Luxus der Freiheit zu erlauben mit dem Tribut der Gäste, zu sagen, was man ist. Würde ich das als  Hobby betreiben, müsste ich wie die meisten wahrscheinlich bei der Frage nach Wünschen/Hobbies/Neigungen schweigen oder lügen. Das entspricht aber überhaupt nicht meinem Naturell. Schön sind v.a. auch meine tollen Teams in Dresden und in Zürich. Es sind alles gestandene Frauen mit Wissen und Persönlichkeit. So haben die Gäste für jeden Geschmack etwas, aber immer toll. 

Schlecht? Klar es tummeln sich immer Spinner in dem Gebiet, die keine Neigungen haben, nur mitreden wollen, es nicht ernst nehmen. Oder wirklich Perverse/Kranke. Aber die sind sehr selten und die kann ich mit meinem Wissen, Mut und Selbstbewusstsein in ihre Grenzen weisen. Nur ein Beispiel: Ich hatte mal den Fall eines Stalkers. Er dachte, mein Interesse an seiner Neigung (wie bei jeden Gast) wäre Zuneigung.

Er verliebte sich und als ich das klärte, wurde bei dieser manisch depressiven Person aus Liebe Hass. Über Jahre stellte er mir nach, entglitt immer wieder verbal, einige Sachbeschädigungen folgten und zum Schluss fanden wir uns im Gericht wieder. Da der „arme und kranke“ Mann nicht straffähig war, zog er keine gr. Repressalien draus. Es war aber Ruhe ab da.

Was mich da aber enttäuschte, war die Justiz, wie sie mit solchen Fällen umgeht – angeblich die Hände gebunden sind, mein missbrauchtes Vertrauen und das Wissen, es kann immer wieder passieren. Denn man erkennt diese kranken Personen nicht sofort. Schlecht ist vielleicht noch die Dummheit mancher Menschen in der Gesellschaft, die ohne Hintergrundwissen alles im SM für Teufelswerk erklären. Aber das hat auch sein Gutes. Mit dieser Dummheit muss ich mich nicht umgeben. Willkommen sind mir aber immer Leute, die wissen wollen und es nicht kennen.

Über ihre Anfänge als Herrin

Lady Sas: Wenn Du auf Deine Anfangszeit zurückblickst: Wie hat sich die Branche in dieser Zeit verändert? Fällt Dir etwas Besonderes auf?

Syonera von Styx: Tja, wie schon gesagt: Die Vermischung aus normalen Sex und SM, schwarze Schafe und das Überangebot dadurch, das sehe ich negativ. Positiv ist die PR, Angebote, Möglichkeiten, Studios, die immer professioneller und vielfältiger werden. Ich reise viel, mache meine Shows auf Messen, habe meine kleinen Events (Gemeinschaftserziehungen), produziere jetzt meine mannigfaltigen Filme von der Darstellung, Regie, Schnitt, bis zum Presswerk selbst, kreierte Damen- & Männerparfum für mein Atelier Exposure, sowie zwei verschiedene Stimulationsbalsams .

Jetzt gibt es auch Merchandising-Produkte wie Basecaps, Tassen, Schlüsselanhänger vom Atelier Exposure Dresden & Petit Chateau bei Zürich – das ist mein neues zweites kleines Privat- Studio. Natürlich ohne Telefonnummer, Mailadresse oder Webadresse. Warum? Damit man es trägt, weiß, was es ist, sich nett dran erinnert, aber keiner weiß, was es ist. So wird das A & O – die Anonymität – gewahrt. 

Lady Sas: Was planst Du für die Zukunft?

Syonera von Styx: Meinem Hörbuch einen Endschliff zu geben, eine richtige Domina-Schule zu errichten, meinen Beltbag-(www.beltbag.eu – nicht mehr erreichbar) und meinen hochwertigen Naturkosmetik-Shop voranzutreiben (www.naturkosmetik-ohne–tierversuche.com – nicht mehr erreichbar), sowie mich mehr um Tierschutz kümmern zu können. Ich sage mir einfach ich bin die Stärkere, warum nicht den Schwächeren helfen können…

Lady Sas: Na, langweilig wird es Dir wohl nicht so schnell werden. Viel Erfolg mit  Deinen vielen spannenden Projekten.

Lady Sas präsentiert ihr Buch "Keuschheitsgürteltraining 1"

Wenn dich in diesem Interview mit Syonera das Thema Keuschhaltung besonders gereizt hat, dann erlebe es jetzt selbst.

Erlebe 7 Tage im Käfig mit Aufgaben von Lady Sas.

Femdom Akademie 1 Buch von Lady Sas
Femdom Akademie Buch

Lerne, was ein Sub können muss

111 SM-Spielideen Herrin Sklave Buch von Lady Sas
111 SM-Spielideen Herrin – Sklave Buch

111 Wege, der Herrin zu gefallen

Female Led Relationship Buch (FLR) Von Lady Sas
Female Led Relationship Buch (FLR)

Weiblich geführte Beziehung starten

Lady Sas sitzt in schwarzem Latex mit einem Rohrstock in einem Ledersessel, während Lady Victoria hinter ihr steht. Goldene Typografie mit dem Schriftzug „Goldener Zirkel“ links oben vor dunklem Hintergrund.

Nicht nur lesen. Mitmachen!

Aufgaben. Impulse. Kurse. Klare Führung.
Der private Bereich von Lady Victoria und Lady Sas (18+).

Die Frauen hinter Lady-Sas.com

Lady Sas links und Lady Victoria rechts, beide mit direktem Blick und dominanter Ausstrahlung in glänzenden Lack-Outfits vor dunklem Hintergrund

Lady-Sas.com gehört zu den bekanntesten Plattformen für Femdom und BDSM. Hinter der Website stehen Lady Sas und Lady Victoria, zwei private Femdoms aus Frankfurt am Main. Seit 2013 veröffentlichen wir Interviews, Guides, Bücher und Hörbücher rund um weibliche Dominanz, FLR, Keuschhaltung, Cuckolding und BDSM.

Unsere Mission ist es, aufzuklären und Vorurteile abzubauen. Wir unterstützen Frauen und Männer dabei, ihre dominante oder devote Seite selbstbewusst und sicher auszuleben.

Lady-Sas.com ist ein Ort für Wissen, Inspiration und persönliche Weiterentwicklung.

Entdecke weitere Interviews auf Lady-Sas.com:

Domina-Interviews
Femdom Guide
BDSM Guide

FAQs

Wer ist Syonera von Styx und wo ist sie aktiv?

Syonera von Styx ist eine erfahrene, klassische Domina mit Studios in Dresden und bei Zürich. Sie ist bekannt für strenge Erziehung, harte BDSM-Sessions, ihre SM-Filme und ihre Shows auf Messen und Events. Außerdem führt sie das Atelier Exposure in Dresden und das Petit Chateau in der Nähe von Zürich.

Was bedeutet ihr Name „Syonera von Styx“?

„Styx“ bezieht sich auf den Fluss in der Unterwelt der griechischen Mythologie, der vom Diesseits ins Jenseits führt – ein Bild für den inneren Wandel in einer Session. „Syonera“ ist ein von ihr erfundener Fantasiename, den nur sie verwendet und schützen ließ. Zusammen steht der Name für Transformation, Stärke und ihre ganz eigene, unverwechselbare Dominanz.

Warum bezeichnet sich Syonera von Styx als „Göttin“?

Die Bezeichnung „Göttin“ stammt ursprünglich von ihren Sklaven, die sie bereits vor rund 20 Jahren so nannten. Der Titel ist geblieben und spiegelt die Verehrung und Unterwerfung wider, die ihre Sklaven ihr entgegenbringen – im Gegensatz zu vielen anderen, die sich so nennen, ohne ihrer Meinung nach die entsprechende Haltung oder Erfahrung mitzubringen.

Wie hat Syonera von Styx ihre dominante Neigung entdeckt?

Mit 18 Jahren, nach dem Abitur, begann sie eine Ausbildung zur Physiotherapeutin und suchte einen Nebenverdienst. Über eine vermeintlich seriöse Begleitagentur kam sie in Kontakt mit einem devoten Agenturchef mit Fußfetisch und wurde in ein SM-Studio eingeladen. Dort tauchte sie Schritt für Schritt in die bizarre Welt ein, lernte direkt an Gästen und entwickelte ihren eigenen Stil – noch bevor sie ihr erstes eigenes Studio einrichtete.

Was versteht Syonera von Styx unter „klassischer Dominanz“?

Klassische Dominanz bedeutet für sie, dass der Fokus auf Macht, Erziehung, psychologischem Spiel und BDSM liegt – nicht auf „normalem Sex“, Französisch oder Oben-ohne. Früher war das selbstverständlich, heute muss sie es ausdrücklich erwähnen, weil sich viele Angebote aus normalem Sexgewerbe und SM vermischen. Sie kritisiert, dass einige Frauen ohne Neigung „alles für Geld“ machen und so echte Dominanz verwässern.

Wie wichtig sind psychische Grenzen in ihren Sessions?

Für Syonera ist es zentral, Gäste psychisch an ihre Grenzen zu führen – das macht für sie den Kern des Spiels aus. Es geht darum, neue Wege zu beschreiten und Grenzen behutsam zu verschieben, ohne maßlos zu werden. Mit Erfahrung und feinem Gespür erkennt sie, wann ein Sklave an seiner Grenze ist. Aus dieser Balance entsteht Vertrauen, Entwicklung und eine tiefere Hingabe.

Wie geht Syonera von Styx mit Keuschhaltung um und warum empfiehlt sie den CB 6000?

Sie arbeitet seit Jahren mit Keuschhaltung und empfiehlt den CB 6000, weil sie damit nur gute Erfahrungen gemacht hat: Er ist hygienisch, sicher, durchsichtig, abgerundet und individuell einstellbar. Besonders extrem lebt das ihr Leibeigener Nr. 3 vor, der bei ihr seit weit über einem Jahr dauerhaft im KG gehalten wird – Keuschhaltung ist für sie ein intensives Langzeitspiel.

Was liebt sie an ihrem Beruf – und was gehört zu den Schattenseiten?

Sie sieht ihre Tätigkeit als Berufung: Sie genießt es, Sklaven über Jahre zu begleiten, Vertrauen aufzubauen, SM-Werdegänge mitzuerleben und ihre Neigungen frei in Studio, Shows und Projekten ausleben zu können. Zu den unschönen Seiten zählen für sie Stalker, psychisch instabile Personen, Vorurteile in der Gesellschaft und oberflächliche „Mitläufer“ ohne echte Neigung – mit denen sie aber entschlossen Grenzen setzt.

Wie hat sich die Branche aus ihrer Sicht verändert?

Negativ beobachtet sie eine zunehmende Vermischung von „normalem“ Sex und SM, ein Überangebot sowie schwarze Schafe, die ohne Fachwissen agieren. Positiv sieht sie die Professionalisierung von Studios, mehr PR- und Auftrittsmöglichkeiten, internationale Events und die Vielfalt an Projekten, die heute möglich sind – von Shows über Filme bis hin zu eigenen Produkten und Parfums.

Welche Projekte und Pläne hat Syonera von Styx für die Zukunft?

Sie arbeitet an der Fertigstellung ihres Hörbuchs, träumt von einer echten Domina-Schule, treibt ihre Merchandising- und Kosmetikprojekte voran und möchte sich noch stärker im Tierschutz engagieren. Ihr Ziel ist es, ihre Marke „Syonera von Styx“ weiter auszubauen – als Domina, Künstlerin, Unternehmerin und starke Frau, die ihre Macht auch nutzt, um Schwächere zu unterstützen.

Von

Lady Sas ist Femdom- und BDSM-Autorin sowie Herausgeberin von Lady-Sas.com. Seit 2013 publiziert sie fundierte Guides, Interviews und Bücher zu Femdom, BDSM, Female-Led Relationships (FLR), Cuckolding, Keuschhaltung und Sissyfication. Ziel ihrer Arbeit ist es, zu informieren und zu inspirieren: Lady Sas ermutigt Frauen, ihre dominante Seite bewusst zu leben, und unterstützt Subs dabei, ihre Rolle zu finden, zu verstehen und mit Freude auszufüllen. Immer einvernehmlich, sicher und praxisnah.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert